Kaufland stellt neben den klassischen Produktdaten einen erweiterten Contentbereich bereit, der mit Bild-Text-Modulen gefüllt werden kann. Funktional ist das mit dem A+ Bereich auf Amazon vergleichbar: Es entsteht Fläche, auf der sich ein Produkt erklären lässt, statt es nur zu beschreiben.
Der häufigste Fehler: kopieren statt anpassen
Weil der Bereich A+ ähnelt, werden die Amazon-Module oft eins zu eins übernommen. Das geht technisch, funktioniert inhaltlich aber selten. Die Bildformate passen nicht exakt, die Modulreihenfolge ist eine andere, und vor allem: Die Kundin auf Kaufland kommt mit einer anderen Erwartung und häufig über einen anderen Weg auf die Seite.
Sinnvoller ist ein gemeinsamer Kern und eine kanalspezifische Umsetzung. Die Argumentation – welche Aussage in welcher Reihenfolge – bleibt dieselbe. Format, Textdichte und Modulwahl werden angepasst.
Was in den Rich-Content-Bereich gehört
- Erklärung statt Wiederholung: alles, wofür in der Bildstrecke und in den Attributen kein Platz ist.
- Anwendung und Kontext: Situationen, in denen das Produkt verwendet wird.
- Vergleich innerhalb der eigenen Artikelfamilie, wenn es mehrere Varianten gibt.
- Einordnung technischer Werte: der Wert selbst gehört in die Produktdaten, die Bedeutung in den Content.
Produktdaten und Content müssen zusammenpassen
Auf Marktplätzen wie Kaufland ist die Attributqualität kein Nebenschauplatz. Wenn im Datensatz eine andere Materialangabe steht als in der Rich-Content-Grafik, entsteht genau die Unsicherheit, die einen Kauf verhindert. Vor dem Upload lohnt ein Abgleich: Jede Zahl, die im Content genannt wird, muss im Datensatz denselben Wert haben.
Alt-Texte gehören dazu
Alternativtexte für Medien werden regelmäßig ausgelassen, weil sie im Verkaufsprozess nicht sichtbar sind. Sie sind trotzdem Pflichtarbeit: Sie machen Inhalte für Screenreader zugänglich und beschreiben den Bildinhalt dort, wo Bilder nicht geladen werden. Ein Alt-Text beschreibt, was zu sehen ist – er ist kein Platz für Suchbegriffe.