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Amazon A+ Content: Formate, Anforderungen und was wirklich zählt

Was A+ Content ist, welche Voraussetzungen gelten, wie eine Modulstrecke sinnvoll aufgebaut wird und welche Fehler am häufigsten vorkommen.

Lesezeit
8 Minuten
Veröffentlicht
4. März 2026
Aktualisiert
17. September 2026

A+ Content ist der gestaltbare Bereich unterhalb der Standardangaben einer Amazon-Produktseite. Statt einer reinen Textbeschreibung können Sie dort Module aus Bild und Text platzieren: Vergleichstabellen, Bild-Text-Kombinationen, technische Daten, Markenbereiche.

Voraussetzung: Markenregistrierung

A+ Content setzt in der Regel eine erfolgreiche Markenregistrierung im Amazon Brand Registry voraus. Ohne eingetragene Marke steht der Bereich üblicherweise nicht zur Verfügung. Das ist der erste Punkt, den Sie klären sollten – es ist ärgerlich, eine komplette Modulstrecke produzieren zu lassen, die anschließend nicht hochgeladen werden kann.

Wie eine Modulstrecke sinnvoll aufgebaut wird

Die verbreitete Herangehensweise – erst Module auswählen, dann Inhalte hineinschreiben – führt fast immer zu Wiederholung. Sinnvoller ist der umgekehrte Weg: erst festlegen, welche Aussagen die Seite tragen muss, dann für jede Aussage das passende Modul wählen.

Eine tragfähige Grundstruktur für fünf bis sieben Module sieht in der Praxis so aus:

  1. 01Kernnutzen: die eine Aussage, wegen der das Produkt gekauft wird. Groß, bildstark, ohne Nebensätze.
  2. 02Anwendung: das Produkt im Einsatz, damit der Nutzen konkret wird.
  3. 03Differenzierung: was dieses Produkt anders macht als die naheliegende Alternative.
  4. 04Einwand: die Frage, die am häufigsten vor dem Kauf gestellt wird – offen beantwortet, inklusive der Grenzen.
  5. 05Vergleich: bei Artikelfamilien die Entscheidungshilfe zwischen den Varianten.
  6. 06Technische Daten: vollständig, in Tabellenform.

Die häufigsten Fehler

FehlerWarum er teuer istWas stattdessen
A+ wiederholt die Bullet PointsDie Seite wird länger, ohne mehr zu erklärenA+ übernimmt die Themen, für die in den Bullets kein Platz war
Text zu klein für das SmartphoneDer überwiegende Teil der Ansichten erfolgt mobilModule in mobiler Vorschau prüfen, bevor sie freigegeben werden
Reine Markenwerbung ohne ProduktbezugBeantwortet keine KaufentscheidungsfrageMarkenbotschaft an ein konkretes Produktversprechen binden
Einschränkungen werden ausgelassenErzeugt Retouren und negative BewertungenGrenzen offen benennen – das erhöht die Passgenauigkeit der Käufe

Text in Bildern – der Punkt, an dem es meistens scheitert

A+ Module bestehen technisch aus Bildern und Textfeldern. Es ist verlockend, Text direkt in die Bilddatei zu setzen, weil man ihn dort frei gestalten kann. Das hat zwei Nachteile: Er skaliert auf kleinen Displays nicht mit, und er ist für Screenreader nicht zugänglich.

Praktikabler Kompromiss: Kurze, große Aussagen dürfen ins Bild, wenn sie auch bei starker Verkleinerung lesbar bleiben. Alles Erklärende gehört in die Textfelder des Moduls. Und die Alternativtexte der Bilder gehören ausgefüllt.

Nächster Schritt

Anwenden statt nachlesen.

Ein PDP-Audit prüft Ihre konkrete Produktseite gegen genau diese Grundlagen — mit Befunden am Beispiel und einer priorisierten Maßnahmenliste.